flippnic

Der Verein Flippnic ein Zufall oder Bestimmung?

Mein Name ist Bernd Prucher, ich wurde 1970 in Graz geboren, meine Frau Sandra Prucher wurde 1973 auch in Graz geboren. Wir haben 2 Söhne, Walter (19) und Christian (11). Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen, wie der Verein Flippnic entstand: Als ich noch ein Junge war, lockten mich grell blinkende Lichter der bunt leuchtenden Flipper- und Spielautomaten in dunklen Spielhöhlen mit alten Holzböden, wie sie in dem Film "Throne Legacy" zu sehen sind. In Graz gab es auch einige davon, wie z.B. Spielstadl, Jackpoint, Glockenspiel oder Kanguroo. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere daran. Fast jeden Tag zog es mich in diese Spielhöhlen. Zu meiner Jugendzeit gab es nur sehr wenig Taschengeld, so schnorrte ich bei lieben Bekannten und Verwandten etwas Kleingeld, damit ich die hungrigen Automaten füttern konnte. Doch auch das geschnorrte Geld war sehr begrenzt und so schaute ich oft den Profis über die Schulter. So lernte ich verschiedenste Passagen in den Spielen zu meistern, ohne mein kostbares Erspartes dabei selbst zu vergeuden.

Zu diesem Zeitpunkt hatten mich Flipper noch nicht so interessiert. Da waren gewisse Videospiele, wie z.B. Pitfall, B-Wings, Galaga, Hyper Olympics und Kung Fu Master - um nur einige aufzuzählen - die mich mehr interessierten. Diese konnte ich zu diesem Zeitpunkt mit Perfektion spielen. Mein Kürzel für den High Score ist, damals wie heute, "CIA". Oft standen bis zu 15 Leute hinter mir und schauten über meine Schulter. Eine Mischung aus Nervosität und Stolz durchzogen meinen jungen Körper. In Gasthäusern, Discos, Cafe`s, überall wurde mit den Automaten und Flippern gespielt.

Mit ca. 17 Jahren, als nur noch Gewaltspiele die Automaten beherrschten, wurde mein Interesse abgeschwächt. Doch wie es der Zufall so wollte, waren wir beruflich in Wien stationiert. Meine Kollegen und ich gingen in den Wiener Prater, da entdeckte ich meine Leidenschaft zu den Flippern erneut. Ein Flipper tat es mir besonders an, „The Addams Family“. Da wir ein halbes Jahr in Wien arbeiteten und abends nicht besseres zu tun wussten, zog es uns in die Spielhalle des Praters. Ich spielte diesen Flipper bis zur Vergasung. Der Inhaber der Spielhalle verdrehte schon die Augen als er mich sah, denn nach vielem Üben schaffte ich am Addams so viele Freispiele, dass ich sie dann schließlich weiterverkaufte. Es war eine tolle Zeit.

Die Jugend verging und mit 27 Jahren lernte ich meine Frau Sandra kennen. Ich hatte für einige Zeit kein Interesse mehr für Flipper & Co. Doch als wir nach einigen Jahren in Griechenland Urlaub machten und ich einen Rundgang in der Stadt machte, entdeckte ich wieder eine Spielhalle. Diese besaß einen Automaten mit all den Klassikern aus den 80igern, da kam Freude auf und meine Leidenschaft wurde neu entfacht. Jeden Tag um die Mittagszeit ging ich dort hin und spielte Bubble Bobble & Co, es war draußen ja viel zu heiß (haha). Ich erzählte meiner Frau die Geschichten von damals und welche Eindrücke ich als Junge erlebte. Auch dieser Urlaub ging vorbei und ich war wieder weit weg von all dem Geschehen dieser außergewöhnlichen Welt. Aber nicht nur ich bin fasziniert von all den Flippern und Automaten, auch mein Bruder Gerald. Er hatte den ersten Flipper in meiner Familie „Whirlwind“. Ich fand das toll, denn dort konnte ich wieder einen High Score erlangen mit meinem Kürzel CIA, was meinem Bruder gar nicht passte. So lieferten wir uns Gefechte am Flipper, aber ich war vom Champion-Thron nicht zu verstoßen.

Mittlerweile hat auch er schon ein paar Sammlerstücke in seinem Repertoire. Durch Joachim, einen Bekannten, kam ich zu meinem ersten Spielautomaten. Ich war voller Stolz und habe die Leidenschaft sofort wieder entdeckt. Joachim sagte zu mir, er ist auch leidenschaftlicher Sammler, irgendwann wird mich deine Frau dafür hassen. Die Gier wurde größer, ich wollte mehr, ein Flipper musste her. Im Internet ersteigerte ich bei e-Bay meinen ersten Flipper „Star Trek The Next Generation“.

Heute habe ich mehr als 40 Flipper, 2 Spielautomaten mit all den Oldies unter den Spielen, einen Dart-Automaten und einen Drehfußballtisch. Meine Frau Sandra konnte ich für einen Air Brush Kurs für einige Ausbesserungsarbeiten überreden. Hr. Schmidt hat mir den zweiten Flipper "Twilight Zone" besorgt, dieser hatte nach einiger Zeit Macken. Immer wieder fragte ich nach, ob er mir nicht helfen könnte, ihn zu reparieren doch er vertröstete mich nur. Eines Tages machte ich mich selbst auf die Suche wie man diese Dinger repariert. Und so kam es, dass ich im Internet Reparatur- und Schaltpläne ausdruckte und studierte.

Heute kann ich die Flipper der WPC-Generation eIektronisch und mechanisch selbst reparieren. Dabei unterstützt mich mein langjähriger Freund Rapi.Ohne ihn wäre das alles nicht möglich gewesen, auch ohne die kraftvolle Unterstützung meines Schwagers Tomy (Kraftschwein), der mit mir die ganzen Flipper besorgt und geschleppt hat. Bei meinem Bruder Gerald möchte ich mich auch recht herzlich bedanken, dass wir eine Lokation errichten konnten, die er uns zur Verfügung stellte und uns auch bei der Vereinserstellung tatkräftig unterstützte. Auch an unsere Kinder Walter und Christian, ein großes Dankeschön für die Unterstützung beim Ein- und Herrichten unseres Vereinslokales. Zum Abschluss möchten wir uns auch noch bei Markus Wiener, unserem Web-Designer, für die tolle Arbeit an unserer Homepage bedanken. Wir hoffen, dass dieser Verein „ Flippnic“ Alt und Jung begeistern wird. Wir freuen uns auf ein Treffen bei uns im Verein „ Flippnic“.

Das Flippnic-Team Panem et circenses - Lasset die Spiele beginnen

Bernd & das Flippnic Team